• 20.11.2017 16:38

    Dieses Edelmetall wird 2018 durchstarten

    So langsam tauchen die ersten Prognosen für 2018 auf. Dabei geht es um die spannende Frage, welche Rohstoffe besonders gute Chancen haben und bei welchen Rohstoffen es schwierig werden könnte. Die Experten von TD Securities haben einen Favoriten für das nächste Jahr, der derzeit eine schwierige Phase durchmacht: Sie halten Silber für extrem aussichtsreich in den nächsten 12 Monaten.

    Dabei haben die Experten konkrete Prognosen für das Metall. Sie erwarten ein Preisanstieg auf 20 Dollar pro Unze – das entspricht einem Zuwachs von mehr als 17 % bezogen auf den aktuellen Preis. Auch beim Gold erwarten die Experten im kommenden Jahr eine positive Entwicklung, wegen der größeren Schwankungen beim Silber halten sie das aber für aussichtsreicher.

    Der Optimismus der Experten von TD Securities speist sich aus verschiedenen Quellen. Zum einen bleiben die Realzinsen weiterhin extrem niedrig. Zusätzlich bleibt die Nachfrage beim Silber weiterhin stark und das Angebot doch schwächer als erwartet. In solch einem Umfeld sind dann wohl deutlich höhere Preise beim Silber im kommenden Jahr möglich.

    Grundsätzlich gilt für die Marktumstände bei allen Edelmetallen, dass ein schwächerer US-Dollar und eine geringere Anzahl an Zinserhöhungen weiterhin ein positives Umfeld für diese Rohstoffe darstellen. Lange Zeit sah es ebenso aus, als ob die US-Notenbank im kommenden Jahr gleich viermal die Zinsen anheben wird. Doch so langsam breitet sich die Erkenntnis aus, dass es auch weniger Zinserhöhungen sein könnten.

    Druck auf Standradaktien wahrscheinlich – das wäre gut für die Edelmetalle

    Weiteres Potenzial ergibt sich laut der Experten auch aus den eher schwächeren Aussichten für den Standard-Aktienmarkt. „Mit Aktienkursen auf Rekordniveau steigt auf jeden Fall das Abwärtsrisiko weiter an, wenn die hohen Erwartungen in die Gewinnsteigerung der Unternehmen und das weiterhin attraktive Zinsumfeld nicht erfüllt werden“, heißt es von TD Securities.

    Dabei spielt der Mai 2018 eine ganz wichtige Rolle für die Prognose zum kommenden Jahr. Laut TD Securities wird dann in den USA die zweitlängste Wachstumsphase der US-Wirtschaft seit dem Zweiten Weltkrieg erreicht sein. Trotz der aktuellen langen Laufzeit dieser wirtschaftlichen Expansionsphase halten die Experten aber ein Trendwende hin zur Rezession in den USA für unwahrscheinlichen und beziffern diesen Fall nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 %.

    Sehr viel wahrscheinlicher ist dabei eine Korrektur an den Aktienmärkten, die aber eben noch keine Rezession in der Wirtschaft auslösen muss. Grundsätzlich wäre das aber ein positives Umfeld für die Edelmetalle – und dann ist es wirklich gut möglich, dass Silber hier besser abschneidet als Gold.

  • 15.11.2017 18:55

    Kupfer: Das wichtigste Metall der Welt wird immer teurer

    Noch sind es nur noch wenige Wochen im Jahr 2017. Daher lohnt es sich schon einmal zurückzuschauen, was denn an Prognosen zu diesem Jahr alles veröffentlicht wurde.

    Nun schaue ich an dieser Stelle täglich auf die Entwicklungen am Rohstoffmarkt, und gerade im Bereich des Jahreswechsels wage ich auch die eine oder andere Prognose.

    Beim Blick auf eine ältere Ausgabe bin ich auf einen Text von Anfang Januar des Jahres gestoßen.

    Bislang starke Kupfer-Entwicklung in 2017

    Die Überschrift lautete damals: „Kupfer: Aussichten auch 2017 weiter gut“

    Und tatsächlich hat sich das Jahr 2017 beim Kupfer bislang sehr gut entwickelt:

    Allein auf Sicht der vergangenen 6 Monate hat der Kupferpreis um rund 20% zugelegt. Seit Jahresanfang beläuft sich der Preis-Anstieg beim Kupfer sogar auf rund 23%.

    Damit gehört Kupfer aktuell zu den besten Rohstoffen.

    Meine Einschätzung lautete Anfang Januar: „Der Kupferpreis erlebte 2016 deutliche Zuwächse von rund 20%. Die Zeichen mehren sich, dass es auch 2017 damit weitergehen kann.“

    China ist der wichtigste Faktor für den Kupfermarkt

    Wie Sie sehen, hat sich der Kupfermarkt tatsächlich auch in diesem Jahr positiv entwickelt.

    Ein ganz wichtiger Faktor ist hierbei natürlich China. Das asiatische Boomland ist immer noch der wichtigste Kupfer-Abnehmer weltweit.

    Daher kommen den Importzahlen für Kupfer in China eine besondere Bedeutung zu: Geht es hier stetig nach oben, ist das auf jeden Fall ein allgemein positives Signal für den Kupfermarkt.

    Diese grundsätzlich positive Marktstimmung beim Kupfer hat sich natürlich auch auf bestimmte Aktien aus dem Sektor ausgewirkt.

    Gerade kleine Kupfer-Aktien legten richtig zu

    Das gilt nicht nur für die großen Produzenten und Rohstoff-Konzerne wie beispielsweise BHP Billiton oder Rio Tinto.

    Hier fielen die Zuwächse gar nicht einmal so groß aus. Aber im insgesamt doch schon angespannten Umfeld für Rohstoff-Aktien haben sich diese globalen Rohstoff-Giganten gut gehalten.

    Noch sehr viel stärker sind hingegen die Kurszuwächse bei ausgewählten kleinen Kupfer-Aktien ausgefallen.

    Dabei ist es nicht entscheidend, ob die Firmen tatsächlich jetzt schon in Produktion sind. Selbst ausgesuchte gute Entwicklungs-Storys haben die Investoren in diesem Jahr überzeugt.

    So hat mein Kollege Oliver Groß in seinem Börsendienst Der Rohstoff-Anleger eine Top-Kupfer-Story präsentiert. Diese hat in diesem Jahr alleine +110% Kursgewinn gebracht.

    In seinem auf langfristige Gewinne ausgelegten Depot steht diese Aktie sogar mit über +300 % im Plus.

    Oliver Groß überzeugt von langfristigen Chancen bei Kupfer

    Speziell beim Kupfer ist Groß von den mittel- bis langfristigen Chancen überzeugt.

    Dazu trägt sicherlich auch die Fantasie durch die Elektromobilität bei. Hierbei spielt Kupfer eine große Rolle, denn auch in den High-Tech-Fahrzeugen wird sehr viel Kupfer verbaut.

  • 14.11.2017 15:51

    Palladium: Dieses Metall hat Gold klar abgehängt

    Die spannendste Entwicklung bei den Edelmetallen spielt sich nicht beim Gold und Silber ab. In den Hauptrollen agieren hier Platin und Palladium.

    Diese beiden Edelmetalle stehen normalerweise im Schatten der beiden großen Edelmetalle Gold und Silber, doch in diesem Jahr ist alles anders:

    Palladium startet so richtig durch – Platin kommt nicht vom Fleck

    Speziell Palladium erlebt in diesem Jahr einen massiven Preis-Anstieg. Mit einem Plus von fast 50% ist dieses Edelmetall der Spitzenreiter unter den börsengehandelten Rohstoffen.

    Platin hingegen tritt mehr oder weniger auf der Stelle und gilt daher als einer der Nachzügler.

    Durch den massiven Anstieg beim Palladium erleben wir derzeit auch eine paradoxe Situation: I. d. R. ist Platin auf jeden Fall teurer als Palladium.

    Doch aktuell ist dem nicht so, denn die Feinunze Palladium hat jetzt einen Wert von über 1.000 Dollar erreicht und notiert ganz exakt bei 1.020 Dollar.

    Das spricht einem Aufschlag von knapp 90 Dollar zum Platin und so etwas ist in der Geschichte bislang nur sehr selten auftreten.

    Hohe Palladium-Nachfrage aus der Automobil-Industrie

    Doch nach Angaben von Branchen-Experten wie der des Platin-Verarbeiters Johnson Matthews ist genau dieser Aufschlag auch fundamental gerechtfertigt.

    So werden eben derzeit wegen der guten Absatz-Zahlen für Benzin-Fahrzeuge die weiteren Absatz-Zahlen für Palladium positiv eingeschätzt.

    Dieser Faktor ist so wichtig, weil Palladium als Bestandteil von Abgas-Katalysatoren für Benzin-Fahrzeuge extrem wichtig ist.

    Auf der anderen Seite werden die Aussichten beim Platin eher schwach bleiben.

    Denn Platin ist ein wichtiger Bestandteil von Abgas-Katalysatoren für Diesel-Fahrzeuge, die derzeit nur schwach nachgefragt werden.

    Experten erwarten ohnehin ein Angebots-Überschuss beim Platin, der sich durch die eher schwache Nachfrage wohl noch verschärfen dürfte.

    Bei der Gegenüberstellung dieser beiden Metalle erkennen Sie sehr schnell: Edelmetalle sind nicht nur als Investment interessant, sondern werden tatsächlich auch industriell verbraucht.

    Das ist sicherlich auch beim Silber so. Durch die vielen Eigenschaften des Metalls wird Silber eben nicht nur als Absicherung, sondern vor allen Dingen auch als industrieller Rohstoff angesehen.

    Gold wird hauptsächlich als Absicherung angesehen

    Gold nimmt hierbei eben im Kreis der Edelmetalle eine Sonderrolle ein, weil die Investment-Nachfrage doch eine ganz besondere Rolle spielt.

    Dennoch zeigt Ihnen dieser kurze Überblick auch: Die Edelmetalle bestehen nicht nur aus Gold und Silber.

    Manchmal lohnt es sich auch in der zweiten Reihe zu schauen – beim Platin, und derzeit ganz besonders spannend: beim Palladium.

  • 13.11.2017 15:43

    Goldmarkt-Report: Deutschland wird immer wichtiger

    Über die aktuelle Lage am Goldmarkt gibt es einen maßgeblichen Bericht: den Gold Demand Report des Branchen-Verbandes World Gold Council (WGC).

    1x pro Quartal geben hier die Goldexperten einen Überblick über die aktuellen Trends auf der Nachfrage-Seite, aber auch, was beim Gold-Angebot passiert.

    Nun ist die Statistik für das 3. Quartal erschienen – und das mit einer ernüchternden Bilanz:

    Die Zahlen zum aktuellen Gold Demand Report

    Aufgrund einer schwachen Nachfrage von Investoren in Nordamerika und auch sinkenden Schmuck-Umsätzen in dem wichtigen Goldland Indien ist die Goldnachfrage auf das niedrigste Niveau seit 8 Jahren gefallen.

    So sank die weltweite Goldnachfrage im 3. Quartal um 9% im Vergleich zum Vorjahr auf nur noch 915 t.

    Bezogen auf das Gesamtjahr ist die Goldnachfrage in diesem Jahr sogar 12% niedriger als 2016. Den größten Einbruch gab es hier nach Angaben des WGC mit 28% im Investment-Bereich.

    Sehr wichtig war hier aber auch die schon einfache Schmuck-Nachfrage in Indien. Dort ist Goldschmuck ein ganz wichtiger Bestandteil des persönlichen Vermögens.

    Doch hier hat die Regierung Modi eine weitere 3%ige Steuer auf den Weg gebracht, die wohl jetzt auch für das Absinken der Schmuck-Nachfrage verantwortlich war.

    China bestimmt den Goldmarkt…

    Wenn man sich den Bericht genauer anschaut, sind auch positive Aspekte für die aktuelle Lage am Goldmarkt erkennbar.

    So hat die physische Nachfrage bei Münzen und Barren im Vergleich zu Vorjahr sogar noch zugenommen. Hier betrug das Wachstum immerhin 17%.

    Und dieses Wachstum basiert auf einer starken Nachfrage in diesem Segment in China – was bei der dortigen Wirtschaftslage nicht anders zu erwarten war.

    …aber auch Deutschlands Bedeutung nimmt zu

    Es basiert aber auch auf einer starken Nachfrage in Deutschland. Die ist mittlerweile so groß, dass sie sich auf das weltweite Geschehen am Goldmarkt auswirkt.

    So ist die physische Goldnachfrage in Deutschland im 3. Quartal um 45% auf jetzt rund 21 t angestiegen.

    Das ist auf jeden Fall eine signifikante Steigerung – auch wenn die absolute Zahl noch deutlich hinter China liegt. Dort stieg die physische Nachfrage um 57% auf jetzt rund 64 t.

    Spannend ist auch die Entwicklung bei den Notenbanken

    Die weltweiten Währungs-Hüter kauften weiterhin Gold auf. So kletterte die globale Goldnachfrage der Notenbanken um 25% auf jetzt 111 t.

    Abschließend ist auch noch der Blick auf die Angebots-Seite spannend. Denn hier ging es bei der Minen-Produktion immerhin um 1% nach unten auf zuletzt 841 t.

    Im laufenden Jahr hingegen hat die Minen-Produktion beim Gold bislang einen Rekordwert von 2.420 t erreicht.

    Bei diesen Marktdaten zum 3. Quartal erkennen Sie schon, dass die Goldmarkt derzeit eine gewisse Schwäche durchlebt.

    Allerdings müssen Sie eine Sache auch beachten: Das 3. Quartal 2016 war extrem stark. Insofern hat sich die Lage beim Gold zuletzt nur etwas normalisiert.

  • 08.11.2017 18:58

    1 Jahr Trump und die Bilanz für den Goldmarkt

    Wissen Sie noch, was Sie exakt heute vor einem Jahr gemacht haben?

    Wenn ich Ihnen sage, dass an dem Tag die Wahl in den Vereinigten Staaten gelaufen ist, fällt Ihnen die Erinnerung sicherlich leichter.

    Ich kann mich noch gut an den frühen Morgen dieses Tages erinnern: Da saß ich schon um 4:30 Uhr vor dem Fernseher.

    Zu dem Zeitpunkt waren die Berichterstatter in Deutschland noch eher ungläubig.

    Und sie versuchten erst einmal zu erklären, wie es noch möglich sein könnte, dass Hillary Clinton vielleicht die Wahl doch noch gewinnen könnte.

    Zu dem Zeitpunkt waren die US-Medien schon weiter und hatten dann Donald Trump mehr oder weniger als neuen Präsidenten ausgerufen, der zu der Zeit schon feststand:

    Der schillernde Milliardär wird wohl der nächste Präsident der Vereinigten Staaten werden.

    Gold schwach – Standard-Aktien gut

    Als dann die Börsen nach der Bekanntgabe des Ergebnisses eröffneten, passierte genau das, was alle erwartet hatten:

    Die Aktienkurse gingen aufgrund des überraschenden Ergebnisses erst einmal in die Knie und der Goldpreis legte zu.

    Das ist auch kein Wunder, denn ein US-Präsident Trump stand auch schon vor einem Jahr für eine große Verunsicherung an den Finanzmärkten.

    Aber das Bild wandelte sich gewaltig: Seit dem Wahlsieg haben die Aktienkurse massiv zugelegt, was im Vorfeld keiner der Experten wirklich erwartet hatte.

    Tatsächlich tritt der Goldpreis jetzt mehr oder weniger auf der Stelle, mit einigen schwächeren Phasen zu Beginn des Jahres, als Trump dann wirklich US-Präsident wurde.

    Bitcoin im Aufwind – Konkurrenz zu Gold

    In einer aktuellen Analyse aus den USA habe ich einen interessanten Aspekt gelesen, der bei unserer Wahrnehmung des Goldmarktes seit dem Amtsantritt von Donald Trump keine Rolle spielt:

    Es geht um das Aufkommen der digitalen Währung Bitcoin.

    Die wird von vielen wohl auch jungen Investoren als klassische Alternative zum gängigen Finanzmarkt mit Aktien oder Anleihen angesehen.

    Bei dieser Ausrichtung konkurriert Bitcoin natürlich mit Gold als klassischer Absicherung.

    Und bei der Google-Suche hat sich in den vergangenen Wochen etwas Interessantes ergeben: Die Suchbegriffe „Bitcoin kaufen“ werden derzeit häufiger eingegeben als „Gold kaufen“.

    Bitcoin hat großen Einfluss auf die Märkte

    Ganz wichtig dabei: Diese Zahlen beziehen sich auf die Vereinigten Staaten.

    Dennoch geben sie eine klare Richtung vor, dass die digitale Währung Bitcoin derzeit einen großen Einfluss auf die Märkte hat.

    Diesen Einfluss hat sicherlich auch Donald Trump, wobei das 1. Jahr seit seiner Wahl für die Standard-Aktien Märkte extrem gut gelaufen ist und beim Gold eher nur eine durchwachsene Wertentwicklung gebracht hat.

  • 07.11.2017 15:49

    Diamanten: Ein großer Stein kann den Unterschied ausmachen

    Das Rohstoff-Geschäft liefert immer wieder Überraschungen. Dabei lohnt es sich aber tatsächlich auch abseits der gängigen und bekannten Rohstoffe zu schauen.

    Diamanten sind hier ein besonders schillernder Sektor im Rohstoff-Geschäft.

    Als Minen-Betreiber kann man nie sicher sein, was einen wirklich erwartet. Mit viel Glück kann ein einziger Stein die Bilanz eines Konzerns deutlich aufpolieren.

    Petra Diamonds in Tansania stößt auf Riesen-Diamant

    Genau das passiert gerade bei Petra Diamonds im afrikanischen Tansania.

    Das Unternehmen ist dort Mehrheits-Aktionär der Williams Mine und hält dort 75% der Anteile. Die restlichen 25% hält die Regierung von Tansania.

    Und in dieser Mine ist ein riesiger pinkfarbener Diamant gefunden worden.

    Nun werden Sie denken, dass Diamanten weiß und durchsichtig sind. Das trifft auch für die große Masse der Diamanten zu.

    Gerade die farbigen Diamanten bringen jedoch bei Auktionen hohe Preise.

    Pink ist dabei die seltenste Farbe und diese Diamanten erzielen bei Auktionen regelmäßig Rekord-Erlöse.

    Der Stein bringt es auf ein Gewicht von 23,16 Karat – das ist außergewöhnlich.

    Ganz wichtig für die weitere Verarbeitung: Durch das Schleifen des Steines wird er ungefähr die Hälfte seiner Größe einbüßen.

    Im Übrigen liegt das Risiko der Verarbeitung auch beim Käufer des Steins. Petra Diamonds liefert nur den Rohdiamanten, der auf der Auktion zum Verkauf steht.

    Vor Ort in einer Diamanten-Mine

    Welchen Reiz Diamanten auf die Beteiligten ausüben, konnte ich vor einigen Jahren in Südafrika hautnah erleben.

    Dort besuchte ich in der Nähe der Diamanten-Hauptstadt Kimberley eine Diamanten-Mine und durfte mir die Produktion vor Ort genauer anschauen.

    Besonders spannend wurde es allerdings später, als ich mit den Vorständen des Unternehmens die Ausbeute an Rohdiamanten in einem abgeschlossenen Raum sortieren durfte.

    Ich kann Ihnen sagen: Dies war ein ganz besonderer Moment meiner beruflichen Karriere.

    Dort lagen Steine wird von einigen 100.000 € und wir sortierten sie der Größe nach. Der größte Stein damals war ein gängiger Rohdiamant mit rund 8 Karat.

    Die Masse der Steine sahen aber eher aus wie etwas gröbere Sandkörner – so klein waren sie. Dennoch lohnte sich der Verkauf, der auch bei den kleinen Steinen auf einer Auktion erfolgte.

    Diamanten: Was dieses Rohstoff-Segment ausmacht

    Das macht auf jeden Fall auch den Reiz dieses Rohstoff-Segments aus: Die Produzenten wissen vorher nur grob, wie hoch der Umsatz denn nun ausfällt.

    Genau das ist aber auch das Risiko bei diesen Unternehmen, denn die Umsätze und Gewinne sind nur sehr schwer planbar. Das ist ganz anders als bei Goldminen.

    Die dort vorhandenen Produktions-Pläne bieten gute Anhaltspunkte für die kommenden Bilanzdaten. Die große Unbekannte bleibt der Goldpreis – aber der wird ja jeden Tag transparent ermittelt.

    Im Grunde ist es in diesem Segment so:

    Es ist besser, nach Diamanten auf dem Markt zu schauen und die vielleicht in Schmuckstücken zu verarbeiten, als Aktien aus dem Sektor zu nehmen.

    Hier schwanken die Umsätze und Gewinne teilweise von Quartal zu Quartal ganz enorm.

  • 06.11.2017 17:09

    Gold bleibt die Krisen-Währung Nr. 1

    Am Wochenende war ich in Hamburg auf den Börsentag. Dort ging es nicht nur um Aktien, sondern auch um Alternativen beim Vermögens-Aufbau.

    Bei einigen Gesprächen am Messestand von GeVestor wurde ich auch auf das Thema Gold angesprochen.

    Spekulationen und Ängste gehören inzwischen einfach dazu

    Ein Besucher äußerte große Kritik an Gold als faktischer Absicherung. So sei der Goldpreis zwar kurzfristig stark von Spekulationen und Ängsten geprägt.

    Aber hier hat es eine klare Gewöhnung gegeben:

    Ob Nordkorea oder BrExit – all diese Bedrohungen spielen derzeit bei der Bewertung des Goldpreises als Angst-Währung keine große Rolle.

    Diese Kritik ist sicherlich sogar bezogen auf die kurzfristige Preis-Entwicklung gerechtfertigt.

    Allerdings versuchte ich dem Besucher auch die langfristigen Auswirkungen der aktuellen Geldpolitik klarzumachen und die wichtige Funktion des Goldes näherzubringen.

    Wachsender Schuldenberg sorgt für massive Probleme

    Hierzu gehören nun einmal die massiven Schulden, die derzeit weltweit immer mehr werden.

    Mittel- bis langfristig werden wir hier eine deutliche Steigerung der Inflation erleben, denn anders wird es gar nicht möglich sein, die Schulden zurückzufahren.

    Genau in diesem Umfeld und zusammen mit den vielen geopolitischen Krisen wird Gold als Krisen-Währung seine Rolle wieder komplett ausspielen.

    Daher schaue ich auch auf die langfristigen Bewegungen beim Gold und nicht auf die kurzfristigen Tages-Schwankungen.

    Sicherlich kann man auch im Trading-Bereich mit Gold kurzfristig Geld verdienen.

    Aber da sollten Sie auch auf beide Seiten schauen und sowohl Long- als auch Shorts-Spekulationen ins Auge fassen!

    Gold ist immer auch eine Währungs-Spekulation

    Eine Tatsache sollten Sie auf jeden Fall beachten: Wenn Sie in Deutschland auf Gold setzen, ist es immer auch eine Währungs-Spekulation.

    Das zeigt der Blick auf die aktuelle Entwicklung in diesem Jahr: Seit Anfang Januar 2017 hat sich der Goldpreis, in Euro berechnet, mit einem minimalen Zuwachs von 0,4 % fast nicht bewegt.

    Die Dollar-Entwicklung sieht da schon ganz anders aus: Hier hat der Goldpreis seit Jahres-Anfang um rund 10% zugelegt.

    Die Stärke der europäischen Gemeinschafts-Währung in diesem Jahr hat jedoch die positive Performance beim Gold nahezu komplett aufgezehrt.

    Doch ungeachtet der Währungs-Schwankungen halte ich Gold eben mittel- bis langfristig für extrem wichtig für die persönliche Absicherung.

    Dabei sollten Sie aber die Gewichtung nicht zu hoch ansetzen, denn sonst wird das Risiko für das Gesamt-Depot einfach zu groß!

  • 02.11.2017 14:58

    Berichts-Saison: Viele Überraschungen bei den Goldminen

    Bei den Rohstoff-Firmen läuft derzeit die Berichts-Saison auf Hochtouren.

    In den vergangenen Tagen haben einige der weltweit größten Goldkonzerne ihre aktuellen Bilanzdaten präsentiert.

    Da ist es für mich an der Zeit Ihnen einige ausgewählte Bilanzen kurz vorzustellen.

    Sie werden sehen: Gerade auf der Kosten-Seite hat sich einiges getan und die Ertragskraft der Konzerne hat wieder deutlich zugenommen.

    Beispiel: Agnico Eagle Mines

    Ein gutes Beispiel dafür ist Agnico Eagle Mines. Immerhin schaffte der kanadische Betrieb im 3. Quartal eine gesamte Produktionsmenge von 454.000 Goldunzen.

    Das Beste daran: Die Gesamt-Kosten der Produktion lagen nur bei 789 Dollar pro Unze.

    Beim durchschnittlichen Goldpreis von weit mehr als 1.200 Dollar pro Unze ergibt sich hier eine ordentliche operative Marge.

    Besondere positive Akzente konnte hier die Mine La Ronde in der kanadischen Provinz Quebec setzen.

    Hier lag die Gesamt-Produktion vergangenen Quartal beim 105.000 Goldunzen.

    Die Förderkosten lagen hier nur bei 377 Dollar pro Unze – und das ist ein neuer Rekord für den Gold-Produzenten.

    Gewinnsprung bei Agnico Eagle Mines und bei Goldcorp

    Wie Sie sich vorstellen können, fiel der Gewinn höher als erwartet aus.

    So erreichte Agnico Eagle Mines einen Gewinn pro Aktie von 0,29 Dollar – die Analysten hatten im Vorfeld nur einen Wert von 0,16 Dollar erwartet.

    Auf Basis der Bilanz zum abgelaufenen Quartal hat der Gold-Produzent die Förder-Prognose für das laufende Jahr weiter angehoben und die Kosten-Prognose klar gesenkt.

    Starke Zahlen lieferte jetzt auch der kanadische Gold-Produzent Goldcorp. Die Aktie trat zuletzt etwas auf der Stelle – da die operativen Ergebnis hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren.

    Doch das hat sich jetzt wieder geändert:

    • Insgesamt lag die Produktion im 3. Quartal bei 633.000 Unzen Gold. Die durchschnittlichen Kosten erreichten nur 827 Dollar pro Unze.
    • Beim Netto-Gewinn gelang dem Unternehmen ein Sprung um 88 % auf jetzt 111 Mio. Dollar. Dieser Wert lag deutlich über den Erwartungen.
    • Sehr positiv wurde von vielen Investoren auch die Ausweitung der Reserven aufgenommen: Hier schaffte Goldcorp im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 26%.

    Ausweitung der Gold-Reserven immer wichtiger

    Dieser Faktor spielt bei den Unternehmen eine immer wichtigere Rolle, denn die aktuell bestehenden Gold-Reserven nehmen naturgemäß durch die Produktion ab.

    Hier sind die Produzenten gefordert, diese Reserven mindestens wieder zu ersetzen.

    Wenn es dann, wie im Fall von Goldcorp, gelingt, diese Reserven sogar deutlich auszubauen, ist das ein positiver Aspekt für die Investoren.

  • 01.11.2017 18:33

    Rohstoff-Firmen: Das sind die wichtigsten Auswahl-Kriterien

    Immer wieder werde ich gefragt, wie man tatsächlich aussichtsreiche Rohstof-Firmen findet.

    Das ist eine einfache Frage, auf die es allerdings keine einfache Antwort gibt.

    Ohne Geduld geht hier gar nichts

    Wenn Sie sich für das Rohstoff-Segment an der Börse interessieren, müssen Sie eine Sache auf jeden Fall mitbringen: Geduld.

    Wenn Sie auf schnelle Gewinne hoffen, ohne viel Zeit investieren zu müssen, sind Sie im Segment der Rohstoff-Aktien falsch.

    Denn in diesem gelten ganz andere Regeln als in vielen anderen Börsen-Segmenten.

    Rohstoff-Firmen: Das Management ist enorm wichtig

    So habe ich im Laufe der Jahre immer wieder festgestellt, dass der entscheidende Erfolgsfaktor für viele Firmen immer wieder das Management war.

    Und genau das sollte auch ihre Herangehensweise bei einem Rohstoff-Unternehmen sein.

    Der Hintergedanke dabei ist ganz einfach:

    Beim Management-Team mit einer erfolgreichen Historie ist es durchaus wahrscheinlicher, dass auch beim nächsten Projekt wieder ein Erfolg gelingt.

    Gerade jetzt in den anspruchsvollen Zeiten in denen es schwer fällt neues Kapital aufzunehmen, spielt der Management-Faktor eine ganz entscheidende Rolle.

    Mir haben die Gespräche mit den Unternehmens-Vertretern immer sehr viel gebracht. Meine Herangehensweise dabei ist eigentlich ganz einfach:

    Ich suche bei den kleinen Rohstoff-Konzernen nach der „Leiche im Keller“. Entschuldigen Sie hier meine direkte Sprache, doch so ist es nun einmal in der Realität!

    Gerade bei vielen kleinen Rohstoff-Firmen sehen viele Dinge erst einmal hervorragend aus. Doch sie können fast sicher sein, dass diese Firmen ebendiese Leiche im Keller haben.

    Viele Risikofaktoren können diese Branche negativ belasten

    Bei der Analyse eines Rohstoff-Unternehmens muss es dann um Folgendes gehen:

    zunächst darum, den einen oder die verschiedenen Risikofaktoren zu identifizieren und auch die weiteren Auswirkungen auf die Firmen-Entwicklung richtig abschätzen zu können.

    Ein ganz wichtiger Faktor bei den Rohstoff-Firmen war zuletzt die Lage des Vorkommens:

    Hier geht es v. a. um die Länder, in denen sich die Vorkommen befinden. Daraus ergibt sich naturgemäß ein politisches Risiko oder eben nicht.

    Ein Gold-Vorkommen in Kanada ist deutlich risikoloser zu betreiben als das gleiche Vorkommen in westafrikanischen Burkina Faso.

    Allerdings können gerade die westafrikanischen Projekte oft mit herausragenden Kennzahlen glänzen.

    So befinden sich viele Vorkommen in der Nähe der Oberfläche und können kostengünstig entwickelt werden.

    Doch was nützt ein solches Vorkommen, wenn es zu politischen Unruhen in dem Land kommt und beispielsweise schon bestehende Minen-Lizenzen wieder infrage gestellt werden!?

    Allein an diesem einen Aspekt erkennen Sie sehr schnell, wie ein Risikofaktor bei einem Rohstoff-Unternehmen quasi über Nacht in den Vordergrund treten kann.

  • 25.10.2017 17:52

    Platin: Der Rabatt zum Gold war noch nie so groß

    Die Edelmetalle stehen hier oft im Fokus – doch dabei geht es vornehmlich um die Entwicklung beim Gold und Silber.

    Platin im Fokus

    Doch im Mittelpunkt steht heute Platin – das Edelmetall hat interessante Einsatzgebiete:

    Sie kennen sicherlich Platinschmuck. Der war traditionell immer noch deutlich teurer als Goldschmuck.

    Doch mittlerweile hat sich das Bild ganz klar gewandelt: Der Platinpreis ist zuletzt deutlich zurückgekommen; seit Anfang September ging es hier um knapp 9% nach unten.

    Platin vs. Gold: Was ist denn da los? – Das gab es noch nie

    Wie stark der Absturz ausgefallen ist, zeigt vor allen Dingen der Vergleich zum Gold: Lange Zeit galt bei den Edelmetallen die Regel „Platin ist teurer als Gold“.

    Schon seit Anfang 2015 hat sich das Bild gewandelt und seitdem sogar noch verschärft; seitdem kostet Gold mehr als Platin.

    Der fortgesetzte Absturz beim Platin hat jetzt zum Rekord-Preisunterschied zwischen den beiden Metallen geführt: Derzeit ist Platin mehr als 360 Dollar pro Unze günstiger als Gold.

    Einen so großen Rabatt hat es beim Platinpreis im Vergleich zum Gold noch nie gegeben. Die Zahlen gehen immerhin zurück bis ins Jahr 1987, als der Platinhandel an den Börsen aufgenommen wurde.

    Nun wird Platin, wie gesagt, in 2 Sektoren massiv eingesetzt: Das sind zum einen die Automobil-Industrie und zum anderen der Einsatz des Metalls in Katalysatoren.

    Hier haben Befürchtungen über eine nachlassende Automobil-Konjunktur v. a. durch die Schwäche in China den Preis zuletzt stark belastet.

    Prognose 2018: Platin wird die Lücke zum Gold wieder schließen

    Klar ist aber auch: Auf dem aktuellen Preisniveau ist Platin attraktiv für Schmuck-Industrie.

    Der Preis-Aufschlag für Platin ist im normalen Handels-Geschehen schlicht und einfach gerechtfertigt. Es gibt deutlich weniger ertragreiche Minen.

    Zudem werden kaum noch neue Vorkommen in Produktion gebracht. Dieses Jahr wird bei Platin sogar ein deutliches Angebots-Defizit erwartet.

    Selbst wenn es für die Edelmetalle derzeit keine großen Antreiber für Preissprünge gibt, so halte ich es doch für sehr wahrscheinlich, dass sich der Abstand zwischen Gold und Platin in den nächsten Monaten verringern wird.