• 22.02.2018 15:00

    Gold ist aktuell schwach – aber nur auf Euro-Basis

    In den vergangenen Tagen bin ich immer wieder gefragt worden: Warum ist Gold derzeit eigentlich so schwach? Darauf konnte ich nur antworten: Das kommt ganz auf die Währung an. Gerade bei den beiden großen Währungen Dollar und Euro lief in der jüngsten Vergangenheit die Entwicklung doch klar auseinander. Besonders deutlich wird der Unterschied bei der Wertentwicklung des Goldes zwischen Dollar und Euro beim Blick auf die vergangenen 12 Monate.

    So hat der Goldpreis in US-Dollar gerechnet in den vergangenen 12 Monaten um rund 9 % zugelegt. Ganz anders sieht es hingegen auf Euro-Basis aus. Hier hat der Goldpreis 7,5 % verloren in den vergangenen 12 Monaten. Spannend ist auch der Blick auf den Schweizer Franken: Hier verlief die Entwicklung nahezu unverändert und der Goldpreis hat auf Sicht von 12 Monaten minimal um 0,3 % zugelegt.

    Dollar hat mehr als 16% gegenüber Euro verloren – und das in nur einem Jahr

    Der entscheidende Faktor für Investoren in Deutschland war also ganz klar die Entwicklung des Euro-Dollar-Wechselkurses. Und die hat nun einmal in den vergangenen 12 Monaten massive Verschiebungen ergeben. Es ist eben schon äußerst ungewöhnlich, dass die weltweite Leitwährung US-Dollar auf Jahressicht mehr als 16 % an Wert verliert gegenüber dem Euro.

    Daher haben eben deutsche Investoren mit Goldbeständen auf Sicht der vergangenen 12 Monate mit Gold sogar Geld verloren. Aber wenn es Ihnen tatsächlich um die langfristige Absicherung des Depots mit Goldbeständen geht, sind die kurzfristigen Schwankungen für Sie nicht so maßgeblich. Dann sollten Sie eher jetzt bei dem niedrigen Euro-Preis für das Gold neue Bestände aufbauen.

    Für kurzfristige deutliche Zuwächse ist es auf jeden Fall sinnvoller, auf Aktien aus diesem Sektor zu setzen. Allerdings benötigen die großen Goldminen auf jeden Fall wieder steigende Goldpreis um hier auch höhere Kosten zu erreichen. Die zuletzt berichteten Bilanzdaten, die ich Ihnen hier von Goldcorp und Barrick Gold in dieser Woche schon vorgestellt habe, fielen gemischt aus.

    Zwar weisen beide Unternehmen hohe operative Margen aus auch auf dem aktuellen Goldpreis Niveau. Doch um tatsächlich richtig durchstarten zu können, benötigen beide Unternehmen weiter steigende Goldpreise. Nach den deutlichen Preiszuwächsen in der vergangenen Woche dieser Woche wieder klar zurück mit dem Goldpreis. Der Ausbruch nach oben steht noch aus.

  • 20.02.2018 16:10

    Barrick Gold: Produktion sinkt stetig bei der Nummer 1

    Auch heute geht es wieder auch eine Bilanz aus dem Rohstoffsektor. Im Fokus steht Barrick Gold, der größte Goldproduzent der Welt. Allerdings hat das Unternehmen seine Strategie vor einigen Jahren schon geändert. Wachstum um jeden Preis steht nun nicht mehr im Fokus. Jetzt geht es darum, qualitativ hochwertige Vorkommen länger in Produktion zu halten.

    Wenn dabei die Gesamtproduktion nicht gehalten werden kann, nimmt dies das Management billigend in Kauf. Da ist es keine Überraschung, dass Barrick Gold für 2017 einen Rückgang der Goldproduktion gemeldet hat. So ging es von 5.51 Mio. Unzen im Jahre 2016 auf nur noch 5.33 Mio. Unzen nach unten.

    Deutlicher Produktionsrückgang bei Barrick Gold

    Dieser Trend wird sich wohl im laufenden Geschäftsjahr weiter fortsetzen. So erwarten beispielsweise die Experten von BMO Capital Markets eine weitere Verringerung der Produktion auf nur noch 4.75 Mio. Unzen. So etwas wird naturgemäß von den Börsen kritisch gesehen. Tatsächlich hat die Barrick Gold Aktien auf Jahressicht um 45% an Wert verloren – und steht damit deutlich schlechter da als die Konkurrenz der anderen großen Goldproduzenten.

    Dazu trägt auch noch bei, dass etliche Analysten für das laufende Geschäftsjahr sogar einen Rückgang beim Gewinn erwarten. Dies liegt sicherlich auch an den wieder steigenden Produktionskosten beim Gold. Hier hatte Barrick Gold im Jahr 2016 mit 775 USD Gesamtkosten der Produktion einen extrem niedrigen Wert erzielt.

    Im vergangenen Jahr nun kletterte der Wert schon auf 798 USD. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten beispielsweise die Experten von BMO Capital Markets einen deutlichen Anstieg der Kosten auf dann 873 USD. Dieser Trend soll sich dann auch im Jahre 2019 fortsetzen.

    Produktionskosten steigen aber wieder an

    Eine sinkende Produktion bei steigenden Kosten wird dann wohl tatsächlich im laufenden Geschäftsjahr einen geringeren Ertrag bringen. Das könnte sich nur noch ändern, wenn der Goldpreis im laufenden Jahr höher ausfällt. 2017 notierte der durchschnittliche Goldpreis bei 1.258 USD und auf dem ähnlichen Niveau wie im Jahr zuvor.

    Dennoch schätzen viele Analysten die weitere Entwicklung bei Barrick Gold erst einmal kritisch ein. Derzeit gilt: Andere Goldproduzenten bieten schlicht und einfach bessere Kennzahlen und Perspektiven.

  • 19.02.2018 16:12

    Goldcorp Bilanz: Kosten sinken deutlich

    Die Berichtssaison bei den großen Goldminen ist in vollem Gange. Daher möchte ich Ihnen in dieser Woche diese Daten näher vorstellen. Den Anfang machen heute die Zahlen von Goldcorp. Der kanadische Produzent rangierte gemessen an der Marktkapitalisierung längere Zeit auf dem 1. Platz weltweit.

    Mittlerweile ist Barrick Gold wieder größer – aber dennoch haben die Zahlen von Goldcorp immer noch eine große Bedeutung. Die Bilanz 2017 ist erst einmal besser ausgefallen als erwartet. Das lag jedoch hauptsächlich nicht am operativen Erfolg, sondern an einigen Steuergutschriften.

    Dabei erreichte der Goldproduzent einen Gewinn pro Aktie im 4. Quartal nach Einrichtung aller Einmalfaktoren von 0,11 USD pro Aktie. Das entspricht einer deutlichen Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Beim Umsatz hingegen ging es leicht nach unten.

    Ganz entscheidend zur Beurteilung der Ertragskraft von Goldminenbetreibern ist natürlich immer der Blick auf die Gesamtkosten der Produktion. Hier fließen tatsächlich alle Kosten ein, die für eine Goldmine von größerer Bedeutung sind.

    Goldcorp senkt derzeit die Kosten deutlich ab

    Lange Jahre wurden von den Minen immer nur die reinen Produktionskosten berichtet. Das gab kein klares Bild über die wirkliche Lage der Unternehmen. Doch bei den Gesamtkosten der Produktion können die Investoren nun auf einen Blick sehen, wie es um die Ertragskraft bei den Minen bestellt ist.

    Und hier sieht es bei Goldcorp sehr gut aus. So lagen die Gesamtkosten der Produktion im Geschäftsjahr 2016 noch bei 975 USD pro Unze Gold. Im Jahr 2017 ist hier der Vergleichswert schon auf 837 USD pro Unze abgesunken. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen selbst nun Gesamtkosten der Produktion im Bereich um 800 USD.

    Bei einem durchschnittlichen Goldpreis von 1.258 USD für das abgelaufene Geschäftsjahr ergibt sich hier eine stabile operative Marge für Goldcorp. Und genau auf diesen Faktor werde ich auch bei den anderen Unternehmen schauen, die ich Ihnen in dieser Woche genauer vorstellen werde. Hier werden Sie schon klare Unterschiede erkennen, die Ihnen zeigen werden, wie es auch für Sie möglich ist, sehr schnell die aktuellen Chancen von Goldminen einschätzen zu können.

  • 16.02.2018 14:42

    Böhmers Börsenwoche: Von starken Aktien und dem schwachen Dollar

    Diese Woche hat es klare Erholung an den Börsen gegeben. Gleichzeitig ist der US-Dollar weiter abgerutscht. Erfahren Sie hier was das bedeutet.

  • 15.02.2018 17:03

    Achten Sie auf diese Krisenherde

    Beim Blick auf die Finanzmärkte spielt derzeit vor allem die Volatilität eine große Rolle. Dabei ist hier die Schwankungsbreite der Börsen gemeint. Bei den großen Indizes ist die zuletzt durch die Decke gegangen.

    Doch genau die extrem niedrige Volatilität der vergangenen Wochen hatte dann doch für immer mehr Unruhe gesorgt. Zum Jahreswechsel notierten die maßgeblichen Indizes aus diesem Sektor nahe den historischen Tiefständen. Gleichzeitig schossen die Aktienkurse nach oben. Genau das war eine gefährliche Konstellation, die sich in den vergangenen 10 Tagen an den Börsen aufgelöst hat – mit zum Teil massiven Folgen und deutlich gesunkenen Kursen.

    Die aktuellen Schwankungen stehen an der Börse im Fokus

    Aber bei diesem Fokus auf die starken Schwankungen treten andere Aspekte ganz klar in den Hintergrund – dazu zählen die vielen geopolitischen Risiken, die es immer noch gibt. Genau auf diese Tatsache hat jetzt ein viel beachteter Analyst hingewiesen. Stehen Jakobsen ist dabei der Chefökonom der SAXO Bank und bekannt für seine zum Teil ungewöhnlichen Analysen. So veröffentlicht sein Haus einmal im Jahr 10 ungewöhnliche Prognosen zur weiteren Entwicklung an den Finanzmärkten.

    Ganz aktuell äußert sich Jakobsen eben zum Thema Volatilität – und genau das hat auch möglichweise Auswirkungen auf den Goldpreis. Klar ist: Derzeit existieren massive geopolitische Krisen rund um den Globus. Aber diese Krisen spielen an den Finanzmärkten nicht wirklich eine Rolle.

    Für Jakobsen ist vor allem der Konflikt zwischen Israel und Iran etwas, wo man genauer hinschauen sollte: „Aktuell stehen sich die beiden Länder direkt gegenüber – während in der Vergangenheit immer noch ein Verbündeter dazwischen war. Dabei sind die Israelis sehr lautstark bezüglich des nächsten Schritts.“ Wie schnell sich die Sicherheitslage dort ändern kann, hat der letzte Zwischenfall zwischen den beiden Ländern gezeigt, bei dem es um eine Drohne ging.

    Auch Konflikt zwischen China und den USA möglich

    Jakobsen macht derzeit aber noch weitere Krisenherde aus – die eben an den Finanzmärkten keine Rolle spielen. Hier verweist er auf den aufkommenden Handelskrieg zwischen China und den USA, der nach Meinung von Jakobsen auch ganz genau beobachtet werden muss.

    Wenn es bei den Konflikten zu einer Verschärfung kommen sollte, stehen die Chancen gut für den Goldpreis. Das hat die Vergangenheit immer wieder gezeigt. Insofern lohnt es sich eben laut Jakobsen immer wieder genau auf die geopolitische Entwicklung zu schauen.

  • 13.02.2018 18:16

    Überbewertung bei High-Tech Aktien – es gibt eine gute Alternative für Sie

    Immer wieder lese ich: An den Aktienmärkten ist alles in Ordnung. Die Bewertungen sind nicht aus dem Ruder gelaufen und die Kurse werden schlicht und einfach weiter steigen. Das ist sicherlich eine Sicht der Dinge. Aber ich möchte an dieser Stelle auch etwas zu bedenken geben: Wir finden in einigen Marktsegmenten derzeit schon massive Überbewertungen.

    Welche Branchen gehören dazu? Auf jeden Fall etliche Technologiewerte. Bei Technologie fasse ich den Begriff einmal etwas weiter. In dieses Segment gehört für mich auch ein Unternehmen wie Tesla. Das Unternehmen baut eine neue Technologie – das Elektroauto.

    Die Hoffnungen in diese neue Antriebstechnologie sind immens. Aktuell existieren viele Studien, die auf Sicht der nächsten 15 Jahre dem Elektroantrieb den absoluten Durchbruch versprechen. Von 20 bis 30 Millionen Fahrzeugen weltweit ist dann die Rede. Welches Unternehmen ist da derzeit die Nummer eins?

    Tesla-Aktie nur ein Beispiel für Überbewertungen an den Börsen

    Auf diese Frage kann es nur eine Antwort geben. Die heißeste Aktie im Bereich der Elektromobilität ist natürlich Tesla aus den USA. Sie müssen sich vorstellen: Schon im vergangenen Sommer überholte die Aktie des Elektro Autopioniers beim Marktwert große US-Autokonzerne wie General Motors oder auch Ford. Kurzzeitig war Tesla mit einem Börsenwert von knapp 63 Milliarden Dollar sogar größer als BMW.

    Dennoch soll Ihnen diese Tatsache eins verdeutlichen: Bei vielen Aktien erleben wir aktuell eine klare Überbewertung. Und nun frage ich Sie: Ist es wohl sinnvoll bei einer Technologie Aktie auf dem absoluten Höchstkurs einzusteigen oder ist es nicht viel ertragreicher jetzt nach Branchen Ausschau zu halten, die unterbewertet sind?

    Ich halte die Suche nach unterbewerteten Aktien für aktuell sehr viel aussichtsreicher. Und da wir hier im Rohstoffsegment sind, können Sie sich auch denken welche Anlageklasse ich hier ganz klar als unterbewertet betrachtet: Das sind ohne Frage die Rohstoffaktien.

    Trotz einiger positiver Entwicklungen bei großen Gold- oder Silberminen bewegen wir uns diesem Segment noch immer nahe den historischen Tiefständen. Damit ergibt sich in diesem Sektor ein ganz anderes Bild als bei den schon heiß gelaufenen Technologiewerten zu denen ich jetzt einen Automobil Hersteller wie Tesla mit hinzuziehen möchte. Aber das ist nur ein Beispiel. Auch große Online-Unternehmen wie Facebook oder Google kennen seit Jahren nur den Weg nach oben.

    Rohstoff-Aktien sind im Vergleich günstig bewertet

    Hier ist die Gefahr einer Korrektur einfach ganz klar gegeben. Und wenn die kommt, werden viele Investoren in die Sektoren umschichten, die dann noch aussichtsreich sind. Insofern gilt es, jetzt erst einmal genau zu schauen, wann die Stimmung an den Märkten wirklich nachhaltig dreht und dann aktive Umschichtungen vorzunehmen.

  • 09.02.2018 13:54

    Böhmers Börsenwoche : Nach dem Flash Crash - so geht`s jetzt weiter

    Schon Montag gab es einen massiven Crash an den Börsen. Wie geht es jetzt weiter?

  • 07.02.2018 18:22

    So läuft die Digitalisierung der Rohstoff-Branche

    Schon am Anfang dieser Woche bin ich auf die langfristigen Herausforderungen der Rohstoffbranche eingegangen. Heute möchte ich darauf zurückkommen, denn das Thema ist gerade für eine so traditionelle Branche extrem wichtig. Viele Wirtschaftszweige durchlaufen derzeit eine massive Transformation – und Sie können sich denken, dass dies auch für die Rohstoffbranche gilt.

    Allerdings fällt es eben schwer bei traditionellen Produktionsmethoden und Fördertechniken an Digitalisierung und Zukunft zu denken. Doch die Marktexperten von Deloitte haben genau hier den hebelangesetzt in den aktuellen „Mining Trends 2018“.

    Speziell der gesamte Themenkomplex der Digitalisierung spielt schon heute eine Rolle aber wird in Zukunft noch eine deutlich größere Rolle spielen. So stellen die Experten das Beispiel eines global agierenden Rohstoffkonzerns vor, der Synergieeffekte beim Transport, Eisenbahn und Hafennetzwerk optimal nutzen wollte.

    Datenanalyse liefert wichtige Erkenntnisse

    Dafür wurde eine große datenbasierte Analyse aufgesetzt, die eben die drei zuvor getrennten Bereiche zusammenfasste. Als Maßstab diente dabei die historische Performance der einzelnen Komponenten genauso wie Szenarien zur Optimierung einzelner Schritte.

    Am Ende hatte der Rohstoffkonzern ein neues Transportkonzept, bei dem deutlich mehr Güter transportiert werden konnten, obwohl es vorher von Seiten des zuständigen Managers hieß: „Wie arbeiten schon an der Kapazitätsgrenze.“

    Und das ist nur ein kleines Beispiel, was die Deloitte-Experten anführen für die Chancen in der Rohstoffbranche. So kann eben die Optimierung nicht nur mit neuen Maschinen erfolgen, die eine größere Produktion ermöglichen. Diese Optimierung kann auch erfolgen, in dem interne Daten sinnvoll eingesetzt werden.

    Innovation und Rohstoffe passen zusammen

    Dabei stellen die Experten auch heraus, dass die Vorstände vieler Rohstofffirmen den Zwang zu Investitionen schon verstanden haben – um eben weiterhin in der globalen Spitze agieren zu können. Dabei geht es aber nicht nur um den technologischen Fortschritt. Es geht auch um den effektiven Austausch mit den Anteilseignern des Unternehmens oder auch um die Flexibilisierung der Arbeit. Zusätzlich sollten eben Unternehmen auch nach den Rohstoffen der Zukunft schauen. Diesen Aspekt finde ich besonders wichtig – vor allem bei kleineren Firmen.

    Was nützt es, ein Seltene Erden Projekt im Norden Kanadas weiter voranzutreiben, wenn auf absehbare Zeit eben keine Lieferengpässe bei diesem Rohstoff zu erwarten sind. Ganz anders sieht die Lage beispielsweise jetzt bei Lithium aus. Dies ist ein Zukunftsrohstoff – und viele Firmen setzen auf den Trend – mit mehr oder weniger Erfolg.

  • 06.02.2018 15:01

    Absturz bei Standardaktien – aber Gold bleibt stabil

    Nun ist es endlich zur langerwarteten Korrektur an den Aktienbörsen gekommen. Das es aber gleich so heftig ausfällt, kam für die Masse der Investoren doch überraschend. Immerhin haben die großen US-Indizes an der Wall Street gestern mehr als 4% an nur einem Tag verloren.

    Dabei liefen die Verluste vor allem kurz vor Handelsschluss auf und es entwickelte sich eine regelrechte Panik. Dazu trugen auch viele automatisierte Handelssysteme mit bei. Die lösten beim Unterschreiten wichtiger Marken einfach Verkäufe aus.

    Mit rund 1.400 Punkten erlebte der traditionsreiche Dow-Jones-Index den größten Tagesverlust aller Zeiten – auf Punktebasis. Seit dem Rekordhoch vorwenigen Tagen hat der große US-Index bis jetzt schon knapp 10% an Wert verloren.

    Dow-Jones-Index trotz 10% Korrektur noch im langfristigen Aufwärtstrend

    Aber wir erleben dennoch in diesen Tagen nur eine Korrektur an den Märkten. Das zeigt der Blick auf die aktuelle Trendentwicklung: Trotz der massiven Abschläge notiert der Dow Joes Index noch immer um 7% über der 200-Tage-Linie.Dieser Handelsdurchschnitt gibt ganz klar den langfristigen Trend für einen Index an. Hier wird Ihnen aber auch deutlich, wie stark zuletzt die Zuwächse bei den Aktien waren. Wir erleben also derzeit nur eine Anpassung an die aktuelle Trendlinie.

    Ganz wichtig ist jetzt der Blick auf die Rohstoffe. Die halten sich sehr stabil und präsentieren sich einmal mehr als Fels in der Brandung. Das spricht auch dafür, dass wir nur eine Korrektur bei den Standardaktien erleben und keine allgemeine Verkaufspanik.

    Die hatten wir 2008 bei der globalen Finanzkrise. Da wurden alle Anlageklassen verkauft – davon sind wir heute weit entfernt. Insofern ist es jetzt wieder angesagt, mit den Depots breit aufgestellt zu sein. Neben ausgesuchten Qualitätsaktien gehören eben auch Rohstoffe mit ins Depot. Dabei sollte eben neben Gold auch Silber als Absicherung mit dabei sein.

    Große Rohstoffaktien halten sich sehr stabil

    Zudem halten sich gerade Rohstoffkonzerne wie BHP Billiton oder Rio Tinto in diesen Tagen sehr stark. Diese beiden globalen Rohstoff-Giganten hatten erst kürzlich sehr gute Produktionszahlen für2017 vorgelegt. Aktuelle Bilanzdaten folgen dann in den kommenden Wochen – doch auch hier sollte deutlich werden, dass die großen Konzerne von den wieder deutlich gestiegenen Rohstoffpreisen profitieren konnten.

  • 05.02.2018 15:39

    Das sind die großen Minentrends 2018

    Beim Blick auf die tägliche Börsengeschehen verlieren wir oft den Blick für die langfristigen Trends aus den Augen. Doch genau mit solchen langfristigen Trends lässt sich viel Geld verdienen. Daher schaue ich an dieser Stelle regelmäßig auf die großen Trends am Rohstoffmarkt.

    Gerade jetzt habe ich dazu eine ausführliche Studie von der Unternehmensberatung Deloitte erhalten, die den Titel trägt: „Tracking the trends 2018“ und welche 10 Faktoren in diesem Jahr den Minensektor wohl besonders beeinflussen werden.

    Dieser Report bietet einen guten Überblick zur aktuellen Lage auf dem Rohstoffmarkt – so dass ich in den kommenden Tagen mehrfach darauf eingehen werde. Dabei werden Sie sehen, dass die Minenbranche derzeit an einem Wendepunkt steht.

    Das bietet für einige Firmen große Chancen. Das bringt aber auch für viele Firmen große Herausforderungen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Digitalisierung der Minenbranche. Hier sind in den nächsten Jahren große Investitionen notwendig. Unternehmen die sich diese Investitionen sparen wollen, können auf mittlere Sicht größere Probleme bekommen.

    Massive Veränderungen bei den Minen in den kommenden 10 Jahren

    „Die nächsten 10 Jahre werden eine Fortsetzung der raschen Entwicklung in der Minenindustrie vor dem Hintergrund von sinkenden Erz gehalten, der geringeren Verfügbarkeit von Vorkommen und dem fortschreitenden Fokus auf die Aktionärs bringen. Mit dieser Entwicklung Schritt halten zu können, müssen die Firmen ihr traditionelles Geschäftsmodell überdenken. Der Wandel kommt und Minenfirmen müssen ihren Weg finden, weiterhin relevant zu sein“, erklärt Philip Hopwood, der Global Leader Mining bei Deloitte Touche.

    Dabei sind Autoren der Studie positiv gestimmt. So sehen Sie anders als bei früheren Rohstoffzyklen jetzt auch die Bereitschaft der Rohstofffirmen, aus den negativen Erfahrungen der vergangenen Jahre zu lernen. Das Ziel der Rohstofffirmen muss sein, sich zum Besseren zu verändern.

    Die Digitalisierung des Geschäftsbetriebs hat hierbei eine sehr große Bedeutung. So nutzen laut der Studie zu wenige Firmen bislang auch die Masse der eigenen Daten richtig. Doch genau das ist auch ein wichtiger Faktor für die „Mine der Zukunft“. Schon heute schauen Investoren eben nicht nur auf die Qualität der Vorkommen. Es geht verstärkt auch darum, wie die Minenfirmen mit den sich verändernden Rahmenbedingungen umgehen und sich auf schnelle Veränderungen einstellen.

    Das ist ganz wichtig bei deutlichen Preisverschiebungen und der Fähigkeit der Unternehmen durch rasche Kostensenkungen darauf passend zu reagieren. Allein an diesem Punkt erkennen Sie schon, dass die Minenbranche hier noch viel Entwicklungspotenzial hat. Welche weiteren wichtigen Zukunftsfaktoren bestehen, erfahren Sie in weiteren Ausgaben an dieser Stelle.