• 21.09.2017 15:02

    Goldproduktion: Von nun an geht's bergab

    In einem vorangegangenen Beitrag ging es an dieser Stelle um die Entwicklung der Produktion bei den Goldminen.

    Wie Sie gesehen haben, hat sich die Produktionsmenge in vergangenen Jahren noch einmal deutlich gesteigert; zuletzt lag sie bei über 100 Mio. Unzen pro Jahr.

    Darum erlebten wir in den letzten Jahren einen Produktions-Anstieg bei Gold

    Ein wichtiger Grund für den deutlichen Anstieg der Produktion waren die höheren Goldpreise.

    Die haben erst die Ausweitung der Minen-Aktivitäten möglich gemacht.

    Tatsächlich haben die seit der Jahrtausendwende stetig steigenden Preise diesen Sektor komplett verändert.

    Dabei ist der Trend stets der gleiche: Wenn die Preise steigen, dann steigen auch die Ausgaben bei der Exploration neuer Vorkommen.

    Das ist eine logische Konsequenz, denn es lohnt sich einfach wieder neue Vorkommen zu entwickeln und tatsächlich auch in Produktion zu bringen.

    Wie massiv hier die Entwicklung war, zeigt ein Blick zurück auf die Jahre 2002 – 2017 (Auch die Zahlen stammen wieder vom World Gold Council.):

    So lag beispielsweise im Jahr 2002 bei dem niedrigen Goldpreis im Bereich um 300 USD das globale Budget für Explorations-Ausgaben bei nur 80 Mio. USD.

    Ausgehend von diesem Tiefpunkt legte das Explorations-Volumen bis zum Jahre 2012 auf 10 Mrd. USD zu.

    Explorations-Ausgaben zuletzt massiv eingebrochen – Produktion legt aber noch zu

    Das deckt sich auch sehr gut mit der Preis-Entwicklung, denn im Herbst 2011 erreichte der Goldpreis sein bisheriges Rekordhoch in US-Dollar von rund 1.900 USD pro Feinunze.

    Seitdem hat nicht nur der Goldpreis deutlich korrigiert.

    Seitdem sind auch die Explorations-Ausgaben massiv eingebrochen; und zwar um rund 65% auf nur noch rund 3 Mrd. USD im Jahr 2016.

    Doch hier weist das WGC auf einen wichtigen Faktor hin:

    Während die Explorations-Ausgaben sehr schnell auf die Goldpreis-Entwicklung reagieren, dauert es einige Jahre, bis tatsächlich auch das Minen-Angebot darauf reagiert.

    Das ist auch logisch, denn viele Produzenten setzen natürlich auch bei einem schwächeren Preis-Umfeld erst einmal die Entwicklung einer Mine fort.

    Es nützt ja wenig den Aufbau einer Mine zu beginnen und dann mittendrin zu stoppen, denn so wird das Vorkommen überhaupt keine Erträge liefern.

    Daher ist es auch leicht zu erklären, dass das Minen-Angebot in den vergangenen Jahren, trotz der stark gesunkenen Explorations-Ausgaben, weiter angestiegen ist.

    So erreichte die Minen-Produktion 2016 einen Wert von immerhin 103 Mio. Unzen Gold.

    WGC-Ausblick

    Das WGC schaut aber auch in die Zukunft und erwartet auf Sicht der kommenden Jahre einen deutlichen Rückgang des Minen-Angebots.

    Gründe dafür sind der Abwärtstrend bei den Preisen, die Reduzierung bei den Explorations-Ausgaben und eben auch ein Rückgang bei den Entwicklungs-Projekten.

    Dabei wird der Rückgang wohl nur gering ausfallen. Nach Angaben des WGC sank die globale Minen-Produktion in der letzten Abwärts-Phase im Bereich von 1% pro Jahr.

    Eine ähnliche Entwicklung erwarten die Experten auch dieses Mal wieder.

    Sie sehen hier ganz klar, welchen Einfluss der Preis mittel- bis langfristig auf die Entwicklung der Preise bei den Edelmetallen hat.

  • 20.09.2017 13:24

    Goldproduktion: Das steckt hinter dem massiven Wachstum

    Beim Blick auf den Goldsektor ist ein Faktor ganz entscheidend: die Entwicklung der Produktion.

    Daran können Sie sehr leicht erkennen, wie deutlich sich die Marktlage verändert hat.

    Ich werde Ihnen daher an dieser Stelle ausführlich erläutern, welchen Einfluss die Goldproduktion auf die Weiterentwicklung des Marktes hat.

    Ein Blick in den Rückspiegel lohnt sich

    Spannend ist dabei der Blick zurück in die Geschichte. Daran wird ganz klar deutlich: Der Goldsektor hat sich in den vergangenen Jahrzehnten massiv verändert.

    Dazu lohnt es sich tatsächlich auch einmal ganz weit zurückzublicken: So lag im Jahre 1900 die globale Minen-Produktion beim Gold nur bei 12 Mio. Unzen.

    Diese und weitere Zahlen beziehen sich auf einen aktuellen Report des World Gold Council (WGC).

    Bis zum Jahre 1970 ist dann die weltweite Goldproduktion auf rund 50 Mio. Unzen angestiegen.

    Das lag hauptsächlich an der massiven Produktions-Ausweitung in Südafrika.

    So sorgten 1970 die Minen Südafrikas für mehr als 2/3 der weltweiten Goldproduktion.

    Doch alleine in den 10 Jahren danach fiel die Produktion dort deutlich und der Anteil am Weltmarkt sank um 20%. Das sorgte auch für ein Absinken der weltweiten Goldproduktion.

    Enorme Modernisierungen in den 1980ern

    Die 1980er-Jahre brachten dann eine Veränderung:

    Neue Produktions-Techniken machten es möglich, auch Vorkommen mit einem geringeren Goldgehalt und auch kompliziertere Vorkommen auszubeuten.

    Gleichzeitig verbesserte sich auch das Minen-Equipment. So vergrößerten sich beispielweise die im Einsatz befindlichen Trucks enorm:

    Während die größten Trucks im Jahre 1984 von der Firma Caterpillar 150 t transportieren konnten, wuchs die Transportmenge allein schon bis zum Jahr 1998 auf 360 t an.

    Heute sind sogar schon Fahrzeuge im Einsatz, die rund 400 t Gestein transportieren können.

    Da ist es natürlich verständlich, dass somit auch die Effizienz der Minen auch deutlich angestiegen ist.

    Der letzte Produktionsschub startete ab 2009

    Die massive Verbesserung bei der Technik und bei der Ausbeutung der Vorkommen resultierte dann in deutlichen Zuwächsen bei der Produktion.

    Bis zum Jahr 2001 erreichte so die Goldproduktion weltweit schon 85 Mio. Unzen.

    Den letzten Schub erreichte die Goldproduktion dann mit dem Aufschwung ab 2009 (Stand: 2017). Damals wurden massive Budgets in die Entwicklung neuer Minen gesteckt.

    Auslöser war sicherlich der deutlich steigenden Goldpreis, der eben auch dann Vorkommen mit hohen Abbau-Kosten profitabel arbeiten ließ.

    Im Zuge dieser massiven Veränderung der Produktions-Landschaft kletterte die weltweite Minen-Produktion auf 93 Mio. Unzen.

    Hinzu kam hier mit dem Aufkommen der starken chinesischen Goldproduktion auch noch ein weiterer wichtiger Faktor.

    So ist das Reich der Mitte heute mit mehr als 13 Mio. Unzen der größte Goldproduzent der Welt.

    Stellen Sie sich vor: 2002 lag das Produktions-Volumen in China erst bei weniger als 6 Mio. Unzen.

  • 19.09.2017 14:41

    Goldpreis: Diese Faktoren treiben den Preis

    Beim Blick auf den Goldmarkt müssen Sie als Investor bestimmte Faktoren immer im Hinterkopf haben.

    Die politische Großwetterlage ist einer davon. Gerade beim Blick in die USA spielt die Einschätzung der politischen Lage eine wichtige Rolle.

    Politische Großwetterlage als wichtiger Einflussfaktor für den Goldpreis

    Nehmen wir nur die Zeit direkt nach der Wahl von US-Präsident Donald Trump. Dort hat er mit ambitionierten Zielen in der Politik den Goldpreis unter Druck gesetzt.

    So hat er eine Steuer-Reform angekündigt, bei der Unternehmen deutlich entlastet werden sollten. Dies sollte die US Konjunktur weiter antreiben.

    Wäre das tatsächlich so eingetreten, hätte es sicherlich einen negativen Einfluss auf den Goldpreis gehabt.

    Denn in Zeiten einer boomenden Wirtschaft sehen nur wenige Investoren tatsächlich die Notwendigkeit einer Absicherung mit Gold.

    Doch außer den blumigen Ankündigungen ist durch die Administration Trump in Washington bislang sehr wenig passiert.

    Insofern hat die Politik in den vergangenen Monaten die Goldpreis-Entwicklung abgestützt.

    Denn je länger der neue US-Präsident im Amt ist, desto klarer wird, wie wenig er tatsächlich an praktischer Politik durchsetzt.

    Er ist viel stärker mit seiner Außendarstellung beschäftigt als mit der Umsetzung konkreter politischer Ziele.

    Gold-Experte Adrian Day: „Investoren erwarten zu viel vom Gold“

    Ein politischer Faktor ist in diesen Tagen sicherlich auch die Wahl in Deutschland. Doch hier sehen Gold-Experten nur einen geringen Effekt für den Goldpreis.

    So erklärte jetzt der bekannte Gold-Experte Adrian Day, dass:

    „beim Wahlausgang in Deutschland wohl kaum mit Überraschungen zu rechnen ist. Und nur wenn es eine Überraschung gäbe, hätte die überhaupt eine Auswirkung auf den Goldpreis.“

    Tatsächlich haben auch die vielen Wahlen im Jahresverlauf immer wieder gezeigt, wie gering der Markteinfluss politischer Ereignisse auf den Goldpreis ist.

    Ganz kurzfristige Ausschläge sind sicherlich immer möglich. Doch langfristige Trends werden nicht von der Politik bestimmt.

    Das gilt im Übrigen auch für die Rolle der Notenbanken und der Zins-Entscheidungen.

    Wie Sie wissen, kommt in dieser Woche die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) zu einer Sitzung zusammen, um dann über die Zinsen in den USA zu entscheiden.

    Hier wird der Markteinfluss ebenfalls nicht so enorm sein.

    Auch an dieser Stelle hat sich Adrian Day noch einmal geäußert: Seiner Einschätzung nach erwarten viele Investoren zu viel vom Gold.

    Fazit

    Und tatsächlich hat die jüngste Vergangenheit gezeigt, dass der Goldpreis auf äußere Ereignisse wie beispielsweise die Krise um Nordkorea oder auch überraschende Wahlausgänge nicht so heftig reagiert.

    Das deckt sich auch mit meiner Einschätzung.

    Daher sehe ich Gold weniger als kurzfristige Trading-Chance, sondern vielmehr als langfristige Basis der Geldanlage, die in jedes Depot gehört.

  • 18.09.2017 14:45

    Goldpreis: Was passiert in dieser Woche?

    Die Zahl der Krisen-Meldungen nimmt stetig zu:

    Regelmäßig erreichen uns neue Negativ-Nachrichten aus Nordkorea. Am vergangenen Freitag sorgte dann noch ein erneuter Bomben-Anschlag in London für Unruhe.

    Allerdings haben diese Faktoren nicht für einen Preisanstieg beim Gold gesorgt.

    Neueste Krisen-Meldungen lassen Goldpreis gar nicht erst mehr ansteigen

    Das mag auch daran liegen, dass in den vergangenen Wochen der Goldpreis eher stark notiert hat und kurz sogar über die Marke von 1.350 Dollar gesprungen ist.

    Zudem sind die Belastungen aus Nordkorea und selbst Terror-Attacken in westlichen Ländern wie Großbritannien nichts Neues.

    Da ist es gut möglich, dass Gold seine schwache Entwicklung auch in den kommenden Tagen fortsetzen wird.

    Ganz entscheidend ist in dieser Handelswoche auf jeden Fall die Notenbank-Sitzung in den Vereinigten Staaten.

    Hier lohnt es sich auf jeden Fall genauer hinzuschauen, denn wie Sie wissen, ist die US-Notenbank Fed die wichtigste Institution dieser Art weltweit.

    US-Notenbank-Sitzung wird auch Goldpreis beeinflussen

    Dabei geht es im Kern gar nicht einmal um eine Anhebung der Zinsen.

    Hier erwarten die meisten Experten einen weiteren Zinsschritt vielleicht noch zum Jahres-Abschluss im Dezember oder erst wieder im Jahr 2018.

    Viel entscheidender ist es, welche Vorstellungen die US-Notenbank hat, um die eigene Bilanzsumme wieder zu verkleinern.

    Dieser Faktor ist ganz entscheidend – auch für die weitere Entwicklung beim Gold.

    In den vergangenen Jahren haben die weltweiten Notenbanken ihre Bilanzen immer weiter aufgebläht.

    Jetzt ist der Punkt erreicht, an dem diese Entwicklung nicht mehr so weitergehen kann.

    Und genau hier sind jetzt die Notenbank-Strategen der Welt gefragt, mit dieser schwierigen Lage vernünftig umzugehen.

    Mangel an historischen Beispielen

    Das Problem dabei: Für eine solche Maßnahme fehlen historische Beispiele. Und genau so etwas kreiert Unsicherheit an den Märkten.

    Sollte die US-Notenbank also keine klare Linie präsentieren können, wie sie sich die Weiterentwicklung vorstellt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es beim Gold z. B. weiter nach oben gehen könnte.

    Ganz entscheidend ist hierbei die kurzfristige Preis-Entwicklung:

    Sollte sich der Goldpreis deutlich über der Marke von 1.300 Dollar erhalten, wäre das auf jeden Fall positiv und würde die Basis für weitere Preis-Anstieg bei dem Edelmetall bieten.

    Sollte die Marke jedoch fallen, ist auch weiterer Abwärtsdruck gut möglich, denn dann trübt sich das Bild beim Goldpreis wieder deutlich ein.

    Fazit

    Sie sehen ganz klar: Diese Woche wird einmal mehr besonders spannend beim Gold.

    Und Sie können sicher sein, dass ich die kurzfristige Entwicklung bei dem Edelmetall auch weiterhin für Sie im Auge habe.

  • 13.09.2017 15:11

    E-Mobility: Kleine Firma Nano One könnte den ganzen Markt verändern

    Das Thema Elektromobilität ist gerade in diesen Tagen wieder sehr groß in den Medien.

    Das ist auch kein Wunder, denn diese Woche startet mit der IAA in Frankfurt eine der wichtigsten Automobilmessen der Welt – und das Thema Elektromobilität ist dabei ganz groß.

    Elektromobilität – und deren Wandel – in aller Munde

    So überschlagen sich die großen Hersteller jetzt mit Ankündigungen:

    Volkswagen hat diese Woche erst vermeldet, ab 2030 für jedes Konzern-Modell auch eine Elektro-Variante anzubieten.

    Schon vor einigen Wochen hatte Volvo eine ähnliche Planung vorgestellt.

    Wenn also nun Massen-Hersteller so etwas verkünden, hat das wirklich einen massiven Einfluss auf die Branche.

    Doch die Automobil-Hersteller stellen nur eine Seite der Medaille dar.

    Ganz wichtig sind hierbei auch einige Minenwerte, die eben Lithium – und damit den wichtigsten Rohstoff für die Ausbreitung der Elektromobilität – liefern.

    An dieser Stelle habe ich in den vergangenen Monaten immer wieder auf die guten Aussichten der Branche hingewiesen.

    Nano One – Effizientere Akkus könnten den Durchbruch bringen

    Nun erreichte mich aber eine Meldung, die das Potenzial hat, diesen gesamten Sektor nachhaltig zu verändern.

    So erwarten viele Experten einen Angebots-Engpass beim Lithium – wenn der Boom bei den Elektro-Autos tatsächlich durchstartet.

    Und genau hier kommt mit Nano One ein kleines US-Unternehmen ins Spiel.

    Diese Firma bereitet das Lithium neu auf; will so die Effizienz steigern und damit die Kosten senken.

    Das kommt v. a. durch die längere Haltbarkeit der Kathoden und den Verzicht auf das teure Kobalt.

    Das hört sich zwar zunächst einmal toll an, aber noch ist das System nicht marktreif und es muss sich erst noch durchsetzen.

    Fazit und Ausblick

    An dieser Stelle sehen Sie also schon ganz klar:

    Der Automobilmarkt steht vor einer massiven Wende. Neue Technologien werden in den nächsten 10 Jahren die Mobilität, so wie wir sie heute kennen, massiv verändern.

    Damit steht die Automobil-Industrie vor riesigen Herausforderungen und Milliarden-Investitionen.

    Auch Automobil-Zulieferer, die einseitig auf konventionelle Antriebsformen setzen, könnten massive Probleme bekommen.

    Daher lohnt es sich schon deutlich eher auf Firmen zu setzen, die allgemein von dem Trend profitieren. In diese Kategorie fallen auf jeden Fall Firmen aus dem Bereich Lithium.

    Was in diesem Sektor aktuell in China gerade wieder Wichtiges passiert ist, erfahren Sie schon morgen an dieser Stelle.

    Dann werden sie das weitere Potenzial des Sektors deutlich erkennen können.

  • 12.09.2017 18:16

    Rohstoff-Konzerne: Starke Gewinnsprünge sind ganz normal

    Die Rohstoff-Branche ist extrem spannend.

    Das liegt auch an den raschen Veränderungen, die in diesem speziellen Marktsegment immer wieder vorkommen; Jahren der Krise folgen dann wieder starke Boom-Phasen.

    Das wirkt sich natürlich auch massiv auf die Rohstoff-Unternehmen aus:

    Mal sprudeln die Gewinne und dann haben selbst weltweit agierende Rohstoffk-Konzerne Probleme operativ einen Überschuss zu erwirtschaften.

    Rückblick verdeutlicht, wie viel hier in 2 Jahren passieren kann

    Wie schnell sich das Bild ändern kann, zeigt ein kurzer Blick zurück. 2 Jahre sind nun wahrlich keine lange Zeit.

    Aber in der Rohstoff-Branche kann sich in diesem Zeitraum extrem viel verändern. Und genau darin liegen auch die großen Chancen für sie als Rohstoff-Investoren.

    Bei der aktuellen Recherche bin ich auf eine knapp 2 Jahre alten Artikel von mir gestoßen, in dem ich genau dieses Thema exakt bearbeitet habe.

    Im Herbst 2015 schrieb ich zum Zustand der großen Minen-Unternehmen:

    „Wie stark die aktuellen Gewinn-Schwankungen sind, zeigt beispielsweise der Blick auf den Rohstoff-Konzern Freeport McMoran:

    Noch im Dezember 2014 sahen die Analysten-Schätzungen für das laufende Jahr einen Gewinn von 2,12 Dollar pro Aktie vor. Für 2015 sollte dieser Gewinn gleich hoch ausfallen.

    Im Endeffekt erzielt worden ist für 2014 jedoch nur ein Jahres-Gewinn von 1,96 Dollar pro Aktie.

    Bis jetzt hat sich die Lage des Unternehmens so stark verändert, dass aktuell für 2015 nur noch ein Jahres-Gewinn von 0,4 Dollar pro Aktie erwartet wird.

    Die schwache Entwicklung bei Rohstoff-Preisen zeigt sich auch an der Börse; der Kurs von Freeport McMoran hat sich seit Dezember 2014 halbiert.

    Noch stärker ist der Rückgang beim Rohstoff-Händler Glencore International ausgefallen: Hier sank der Börsenwert von 61 Mrd. Dollar auf jetzt aktuell nur noch 27 Mrd. Dollar.

    Die Gewinn-Schätzungen sind hier für das laufende Jahr von 0,42 Dollar auf aktuell nur noch 0,17 Dollar pro Aktie massiv reduziert worden.“

    Gewinnsprünge wieder möglich bei Rohstoff-Konzernen

    Diese beiden kurzen Beispiele zeigen Ihnen, wie heftig der Gewinn-Rückgang 2015 im Rohstoff-Bereich ausgefallen ist.

    Dabei waren es eben keine betriebsspezifischen Nachrichten, die den Kurs der Firmen unter Druck gesetzt haben. Es geht vielmehr um strukturelle Schwächen des gesamten Sektors.

    Doch jetzt sind wir 2 Jahre weiter; die Lage hat sich komplett verändert:

    • Freeport McMoran wird im laufenden Geschäftsjahr einen Gewinn pro Aktie von 0,86 Dollar nach 0,23 Dollar im Geschäftsjahr 2016 erzielen.
    • Bei Glencore hat sich ebenfalls die Trendwende vollzogen, und der Gewinn pro Aktie wird wieder bei 0,32 Dollar liegen.

    Fazit

    Mein Fazit lautet da:

    Viele Aktien aus dem Rohstoff-Sektor bieten Ihnen eine Achterbahnfahrt – da geht es schnell nach oben, aber auch sehr schnell nach unten.

    Das Timing ist in diesem Bereich daher ganz extrem wichtig.

  • 11.09.2017 15:03

    Hurrikan Irma und die Folgen für die Rohstoff-Märkte

    An den Rohstoff-Märkten erfolgt der Start in die neue Woche in ruhigen Bahnen. Das ist auf jeden Fall eine positive Meldung – bei der Menge an Krisen-Meldungen.

    So hat Hurrikan Irma für massive Schäden nun auch in Florida gesorgt. Betroffen ist hier insbesondere die Westküste des Sunshine States.

    Diese steht nicht so im Fokus, doch in Städten wie Naples, Fort Myers oder auch in Cape Coral hat Irma massive Schäden angerichtet.

    Das wahre Ausmaß wird sich auch für viele Bewohner erst in den kommenden Tagen zeigen.

    Wie schlimm es wirklich ist, werden sie sehen, wenn sie dann in ihre Region zurückkehren werden – nach der massiven Evakuierung vor einigen Tagen.

    Ölpreis am stärksten von Hurrikan Irma betroffen

    Die größten Auswirkungen am Rohstoffmarkt sind aktuell beim Ölpreis feststellbar:

    Preis-Aufschläge gibt es auch weiterhin beim Benzinpreis, und das könnte sich auch noch weiter fortsetzen – das erwarten zumindest die Experten von Capital Economics.

    Der Grund sind die immer noch stillstehenden Raffinerien im Bereich des Golfs von Mexiko. Das wird das Benzin-Angebot in den USA ohne Frage negativ beeinflussen.

    Direkt nach dem Hurrikan ist aber schon mit massiven Einschränkungen in Florida zu rechnen:

    Baumärkte werden extrem viel zu tun haben – in vielen anderen Konsum-Bereichen müssen die Bewohner aber erst einmal den Gürtel enger schnallen.

    Solche Entwicklungen hat es in der Vergangenheit bei ähnlichen Naturkatastrophen immer wieder gegeben.

    Naturkatastrophen haben nur sehr kurzfristige Auswirkungen auf die Finanzmärkte

    Grundsätzlich haben solche Naturkatastrophen aber nur einen geringen Einfluss auf die Preis-Entwicklung – selbst bei Rohstoffen.

    Hier spielen eben oft klassische Muster von Angebot und Nachfrage eine wichtige Rolle.

    Aber selbst bei den starken Einschränkungen auf dem US-Ölmarkt hat das nur zu geringen Auswirkungen auf den globalen Ölmarkt geführt.

    Genau dieses Phänomen ist regelmäßig festzustellen.

    Wir haben eben bei den Rohstoffen globalisierte Märkte – und da sorgen selbst größere Verwerfungen auf einzelnen Märkten nur für geringe Preis-Aufschläge.

    Extreme Wetter-Phänomene nehmen zu – und damit auch die wirtschaftlichen Folgen

    Dennoch zeigt uns die aktuelle Phase mit etlichen schweren Stürmen, die gerade im Abstand von wenigen Tagen durch die Karibik ziehen, was es eben heißt, wenn Wetter-Extreme zunehmen.

    Ich bin mir auch sicher, dass sich dies weiter fortsetzen wird…

  • 08.09.2017 15:09

    Börsenwoche: Fonds vs. ETF - Was ist besser?

    Neueinsteiger an der Börse stehen vor einer Vielzahl an Möglichkeiten, um ihr Geld zu investieren. Und auch die „alten Hasen“ können im Anlage-Dschungel schnell die Übersicht verlieren. Eine der größten Fragen ist: Eignen sich Fonds oder ETFs besser zur Geldanlage? Heiko Böhmer erklärt die Unterschiede im Video.

  • 06.09.2017 15:36

    Barrick Gold: Der weltgrößte Goldkonzern ist auch hier noch Spitze

    Gestern ging es an dieser Stelle um die wichtige Rolle der Produktions-Kosten bei den Goldminen.

    Heute möchte ich Ihnen an einigen beispielhaften Firmen zeigen, dass jenen selbst bei den transparenten Gesamtkosten der Produktion doch noch ein großer Spielraum bleibt.

    Bis vor einigen Jahren war es so, dass die Goldminen ihre Produktions-Kosten veröffentlicht haben. Doch dahinter lag kein Standard. Daher war diese Zahl noch nicht vergleichbar.

    Seit 2012 liegen Definitionen des World Gold Council (WGC) vor.

    Und jetzt veröffentlichen die Goldminen nach diesem Standard ihre „All-In-Sustaining-Costs“, also die Gesamtkosten der Produktion.

    Weltspitze – Barrick Gold erreicht operative Marge von rund 40%

    Besonders deutliche Rückgänge hat hierbei die weltweite Nr. 1 der Goldminen erreicht:

    Barrick Gold hat es beispielsweise geschafft, die Gesamtkosten von 2012 – 2016 um 28 % zu senken.

    Das bringt dem Unternehmen mit veröffentlichten Gesamtkosten von zuletzt nur noch 730 Dollar den 1. Platz im Ranking der großen Goldminen.

    Bezogen auf den Goldpreis von 1.249 Dollar ergibt sich hier eine extrem hohe operative Marge von 41 %.

    Und diese soll nach Angabe der Experten der Scotia Bank auch noch im laufenden Jahr so hoch bleiben.

    Sie erwarten zudem einen minimalen Anstieg der Gesamtkosten und ebenso einen leichten Anstieg des durchschnittlichen Goldpreises.

    Schlechter sieht’s für IAM Gold aus

    Wie groß die Unterschiede bei der Ertragskraft der großen Minenwerte sind, zeigt der Blick auf IAM Gold:

    Der Konzern hat es zwischen 2012 und 2016 nicht geschafft die Kosten zu senken; in beiden Jahren lagen die Gesamtkosten der Produktion im Bereich um 1.050 Dollar.

    Das hatte 2012 den großen Vorteil, noch eine ordentliche operative Marge von immerhin 36 % zu erreichen.

    Damals erreichte der durchschnittliche Goldpreis auch noch 1.670 Dollar.

    Doch bei dem gesunkenen Preisniveau blieb im vergangenen Jahr nur noch an operative Marge von 15 % übrig. Nach den strengen Kriterien des WGC waren es sogar nur 11%.

    Schauen Sie auf die Kosten-Entwicklung der Minen – Es lohnt sich

    Insgesamt hängt der Erfolg der Unternehmen am Erfolgsfaktor Kosten:

    Zu den reinen Produktions-Kosten kommen dann noch die notwendigen Kapital-Aufwendungen dazu, um die Produktion auf dem Niveau zu halten.

    Wie groß diese Unterschiede sind, verdeutlicht Ihnen auch der Vergleich zwischen beiden genannten Firmen:

    • Barrick Gold erreicht hier reine Produktions-Kosten von 546 Dollar und Kapital-Aufwendungen von 129 Dollar pro Feinunze.
    • Bei IAM Gold liegen schon die reinen Produktions-Kosten bei 775 Dollar, und dann kommen noch die Kapital-Aufwendungen von 225 Dollar hinzu.

    Dieser Vergleich macht Ihnen vor allen Dingen eines deutlich:

    Die Kosten sind weiterhin der entscheidende Erfolgsfaktor für die Goldminen – daher sollten Sie dort auch besonders genau hinschauen.

  • 05.09.2017 09:00

    Goldminen: Darum sind Produktions-Kosten auch für Anleger so wichtig

    Ende August 2017 habe ich eine Studie erhalten, die sehr viele spannende Fakten gerade über die großen Goldminen-Aktien bereithält.

    Die Ergebnisse dieser Studie werden Ihnen eines zeigen: Die Ertragskraft der großen Goldminen ist doch sehr unterschiedlich verteilt.

    Der Schlüssel zum Erfolg sind die Kosten der Produktion:

    Je niedriger die tatsächlichen kompletten Produktions-Kosten ausfallen, desto höher ist die Marge des Konzerns.

    Und hier haben viele Goldminen-Firmen in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht.

    Maßstab „All In Sustaining Costs“ sorgt für mehr Transparenz

    Wir Aktionäre haben auch deutliche Verbesserungen erlebt. Das bezieht sich vor allen Dingen auf die Transparenz bei den Produktions-Kosten.

    Lange Zeit wurden nur die reinen Produktions-Kosten veröffentlicht.

    Doch im Laufe der Jahre hat das World Gold Council, kurz: WGC, einen Maßstab festgelegt, der die großen Minen-Konzerne besser vergleichbar macht.

    In den „All In Sustaining Costs“, also den Gesamtkosten der Produktion, sind auch jene Faktoren erhalten, die vom Konzern aufzuwenden sind, um das Produktions-Niveau zu erhalten.

    Kosten sind in den vergangenen Jahren deutlich gesunken…

    Genau diese Kosten geben schon ein sehr viel besseres Bild von der realen Situation der Unternehmen wieder.

    Für Investoren ist das auch ein 1. guter Hinweis darauf, wie die verschiedenen Firmen tatsächlich aufgestellt sind.

    Dabei fällt der positive Trend auf, den die Produktions-Kosten in den vergangenen Jahren genommen haben:

    So lagen die Gesamtkosten noch 2012 bei allen großen Minenwerten über 1.000 Dollar pro Unze.

    Das sicherte auch damals ordentliche Margen, denn der Goldpreis lag mit einem Durchschnitts-Preis von 1.670 Dollar pro Unze deutlich höher als heute.

    Aber wie wir alle wissen, ist der Goldpreis in den Jahren danach stark gesunken, und damit sind auch die Herausforderungen für die Produzenten größer geworden.

    Im Geschäftsjahr 2015 erreichten schon 5 der 8 für diese Studie untersuchten Betriebe Gesamtkosten der Produktion von deutlich unter 1.000 Dollar pro Unze.

    Das sind erst einmal positive Fakten, die auch für das Management sprechen, welches in schwierigen Zeiten in der Lage war die Kosten zu senken.

    …oder doch nicht?

    Allerdings hat auch diese Medaille 2 Seiten.

    Das liegt v. a. auch daran, dass die Einrichtung verschiedener Kostenpunkte von den Unternehmern unterschiedlich gehandhabt wird.

    So veröffentlichen zwar alle maßgeblichen Goldproduzenten die Gesamtkosten nach dem Standard des World Gold Council.

    Die Analysten der Scotiabank haben inzwischen aber klare Abweichungen von den veröffentlichten Werten festgestellt.

    Wie Sie sich denken können, sind die Gesamtkosten im Endeffekt natürlich höher ausgefallen als von den Unternehmen in den offiziellen Bilanzen publiziert.

    Daher ist es wirklich sehr spannend zu schauen, bei welchen Firmen die Abweichungen besonders groß ausgefallen sind.